Welche Rolle spielt der Buchhalter bei der weltweit vorgeschriebenen elektronischen Rechnungsstellung und den Vorschriften zur Einhaltung von Steuergesetzen? Dieser Frage gehen wir in unserem Webinar "Warum Buchhalter auf die Einhaltung von Steuervorschriften achten müssen" im Rahmen unserer Webinarreihe "Navigating Global Tax Compliance" nach.
Die Herausforderung der Mehrwertsteuerlücke: Wie die europäischen Länder darauf reagieren
Die Regierungen in ganz Europa befassen sich aktiv mit der obligatorischen elektronischen Rechnungsstellung(E-Invoicing) und der Einhaltung der Steuervorschriften. Der Grund dafür ist die große Mehrwertsteuerlücke, die alle europäischen Länder betrifft. Die Mehrwertsteuerlücke ist die Differenz zwischen den erwarteten Mehrwertsteuereinnahmen und dem erhobenen Mehrwertsteuerbetrag. Ein Betrag, der in hohem Maße ansteigt:
- 2018 - Die Mehrwertsteuerlücke betrug europaweit 140 Milliarden Euro (mehr als 10 % Einnahmeverlust)
- 2020 - Die erwartete Mehrwertsteuerlücke beträgt rund 164 Milliarden Euro
- 2022 - Voraussichtliche Mehrwertsteuerlücke von rund 180 Milliarden Euro
2019 führte die italienische Regierung die obligatorische elektronische Rechnungsstellung für Unternehmen ein, um ihre große Mehrwertsteuerlücke zu schließen.
Ende 2019 hatte sich die Mehrwertsteuerlücke Italiens bereits um 3,5 bis 4 Mrd. EUR verringert. Die italienische Regierung war in der Lage, eine Menge an zurückgewonnenen Einnahmen zu generieren. Andere europäische Regierungen wurden aufmerksam, insbesondere nach der COVID-Pandemie und jetzt der Energiekrise.
Die Regierungen brauchen das Geld, um in ihre lokalen Märkte zu investieren und die Unternehmen ihres Landes am Leben zu erhalten. Deshalb setzen die Regierungen auf die obligatorische elektronische Rechnungsstellung (E-Invoicing). Die elektronische Rechnungsstellung bietet den Regierungen mehr Kontrolle über die Geschäftstätigkeit. Mehr Kontrolle bedeutet mehr Transparenz in Bezug auf die erwartete und ausgewiesene Mehrwertsteuer und damit eine Verringerung der Mehrwertsteuerlücke.
Modelle zur Einhaltung von Steuervorschriften: Welche Rolle spielt der Buchhalter?
Die Regierungen haben begonnen, sich mit den verschiedenen Möglichkeiten zur Einführung der obligatorischen elektronischen Rechnungsstellung zu befassen. Weltweit gibt es zahlreiche E-Invoicing-Modelle. Viele Regierungen schaffen ihre eigenen Systeme, Formate und Netze, die alle im Rahmen der verschiedenen Modelle funktionieren.
Wichtig ist, dass bei all diesen Modellen der Buchhalter nicht Teil der Gleichung ist. Das schafft viele Herausforderungen für den Buchhalter.
- Zusätzliche manuelle Arbeit - Der Buchhalter muss die Rechnungen seiner Kunden manuell von den staatlichen Plattformen herunterladen.
- Zahlungsdienst - Der Buchhalter muss einen externen Dienst bezahlen, der die Rechnungen der Kunden des Buchhalters herunterlädt und an ihn weiterleitet.
- Wettbewerb - Schließlich gibt es ein Risiko für den Berufsstand der Buchhalter. Unternehmen, die keine Buchhalter sind, entwickeln billigere "Buchhaltungslösungen", die den Buchhalter völlig überflüssig machen.
Daher benötigt ein Buchhalter eine Lösung, die es nicht nur ermöglicht, dass sein Kunde die elektronische Rechnungsstellung einhält, sondern auch, dass der Buchhalter weiterhin im Zentrum der Rechnungsabläufe seiner Kunden steht.
Buchhalter müssen jetzt schnell handeln. Der E-Invoicing-Leitfaden zeigt die vielen obligatorischen E-Invoicing-Initiativen in der ganzen Welt. Die europäischen Steuerbehörden haben bereits angekündigt, dass alle Mitgliedstaaten bis 2028 verpflichtende Kontrollen einführen müssen. Viele Länder reagieren schon früher, was bedeutet, dass Buchhalter Lösungen brauchen, um sicherzustellen, dass sie in die Gleichung passen.
E-Reporting: Warum Buchhalter möglicherweise noch schneller handeln müssen
Die obligatorische elektronische Rechnungsstellung wird auch die Aufgabe der Berichterstattung verändern. Einige europäische Länder sind dabei, diese Aufgabe neu zu strukturieren, indem sie beispielsweise von monatlichen und vierteljährlichen MwSt.-Erklärungen zu elektronischen Echtzeit-Meldungen (E-Reporting) übergehen. Frankreich ist eines der Länder, die die elektronische Rechnungsstellung und Berichterstattung bis 2025 verbindlich vorschreiben wollen.
Bei der elektronischen Berichterstattung muss das Unternehmen nicht nur über die Gesamtzahl seiner Rechnungen Bericht erstatten. Abgelehnte Rechnungen, teilweise bezahlte Rechnungen, vollständig bezahlte Rechnungen usw. Solche Informationen sind in der Regel in den meisten Buchhaltungssoftwarepaketen heute nicht verfügbar. Daher benötigen die Buchhalter eine Lösung, die diese Geschäftsinformationen in Echtzeit berechnet.
Die Lösung: Ein E-Invoicing-Tool, das den Buchhalter zentralisiert
Banqupstellt den Buchhalter in den Mittelpunkt des elektronischen Rechnungsflusses. Sie ermöglicht dem Buchhalter einen Echtzeit-Zugang zu den Rechnungsdaten seiner Kunden.
Banqup ist sowohl für Buchhalter als auch für deren KMU-Kunden gedacht. Für die KMU ist Banqup ein digitales Werkzeug zur Verwaltung von Rechnungen, Zahlungen und Verwaltung an einem Ort. Für den Buchhalter bietet Banqup einen Echtzeit-Zugang zu Rechnungen und Dokumenten, was die Erstellung von elektronischen Berichten zu einer einfachen Aufgabe macht. Der Buchhalter ist voll in den gesamten Prozess der Dokumentenbearbeitung eingebunden und bleibt das zentrale Bindeglied zwischen seinen Kunden, den Behörden und auch seinen eigenen ERP- oder Buchhaltungssystemen.
Erfahren Sie mehr über Banqup um zu verstehen, wie der Buchhalter die Kontrolle behält.
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